Jacober
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Re:Woran denken Verlage? - 2007/05/08 09:55
ich sehe das etwas anders als ihr alle *g* die verlage haben wohl ihre zugpferde, die dinge, die sich verkaufen lassen. sie haben jedoch immernoch (gerda dadurch, dass sie damit am meisten verdienen) ein ordentliches polster, um unbekannte und "andere" literatur zu veröffentlichen. dabei könnte auch ein brecht sein. genau das tun die auch, denn hierbei wird auch versucht, sich von den anderen verlagen zu unterscheiden. natürlich verkauft ein verlag primär das, was sich verkaufen lässt, würdet ihr das anders machen? hier ist dan brown, der bringt uns millionen, da ist hans wasweißich, den kennt keiner und der hat nen 0815 krimi geschrieben und dort ist jürgen derneue brecht, der hat talent, ist unbekannt... was macht ihr da? dan brown veröffentlichen, den neuen brecht in ner kleinen auflage auch, aber ob die leute das kaufen, das muss sich erst zeigen. die meisten gehen eben in einem buchladen erst an die bestsellerliste und schauen dort. denn was viele lesen, gefällt mir bestimmt auch besser... was aber stimmt, in deutschland ist es schwieriger als richtig guter autor. häufig haben wir hier bücher von den richtig guten aus dem ausland. dabei nehme ich diese standard thriller und krimis der usa raus *g* wenn etwas das ganze kaputt macht, dann die orientierung an deren erfolgreichen bücher. aber schaut doch, was wir geniale bücher aus lateinamerika und asien lesen können, oder aus der arabischen welt. wie sich ein orhan pamuk dort durchgesetzt hat, sich jetzt aber nicht mal mehr in sland trauen kann. es gibt sie also nach wie vor, die verlage veröffentlichen sie auch, aber die leute kaufen zumeist das andere. das ist wie im fernsehen, schauen wir eine soap statt einer ordentlichen dokumentation oder literaturdiskussion oder politischen sendung...
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