Dr. Robert
Benutzer
 Regelmäßiger Schreiber
| Beiträge: 24 |   | Karma: 6
|
Re:Woran denken Verlage? - 2007/05/08 03:59
Hallo!
Ich habe eher das Gefühl, dass das was uns im Verlagswesen entgegenschlägt eher dem entsprciht was Adorno analysiert hat. Das Produkt der Kunst steht mehr im Mittelpunkt als die Kunst selbst. Folglich werden die Werke nach ihrer Verwertbarkeit und ihrem Nutzen ausgewählt, nicht nach ihrem gesellschaftlichen Nutzen. Ein Verlag hat natürlich auch die Verantwortung für die MitarbeiterInnen. Ich glaube ernsthaft, dass Leute wie Brecht heutzutage nicht mehr gedruckt würden, da ihr Wert auf einer anderen Ebene stattfand, als auf der Vermarktbarkeit. Wenn heute eine Schriftstellerin wie Astrid Lindgren mit einem Werk wie Brüder Löwenherz an einen Verlag herantreten würde, könnte sie einpacken.
Die Kaufkraft bestimmt welcheR SchreiberIn publiziert werden. Fangen die Leute an politische Literatur wie der Teufel zu kaufen, werden auch politische Manuskripte wieder stärker gefragt sein. Schauen Millionen von Leuten die Soaps im Fernsehen, so wird die Literatur sich daran orientieren. - ein dialektischer Prozeß!
Ich glaube, die einzige Möglichkeit ist einfach keinen Pfifferling drauf zu geben. Bei Dan Brown war es auch so, dass die ersten zwei oder drei Romane abgelehnt wurden und später geduckt wurden. Heute werden sie zu Millionen verkauft.
In dem Sinne Robert
|