yellow button
Benutzer
 Grünschnabel
| Beiträge: 3 |   | Karma: 0
|
Re:Themenfindung - 2006/12/08 14:31
@ Andreas:
Nun, ich bin mir da nicht sicher, ob jeder gleich den Anspruch an sich stellt und die Herausforderung annimmt, sich mit der Autorenschaft der Bestsellerliste im Spiegel zu vergleichen, dass dieser Vergleich in ihm dann eine Initialzündung forciert und er soviel Input bekommt, dass er nicht anders kann als Output niederzuschreiben ...
Gewisse Grundvoraussetzungen müssen vorgegeben sein, z.B. die Beherrschung der Sprache, ein "blumiger" Erzählstil etc. inklusive logisches Denken - je nach Sparte natürlich wieder individuell verschieden.
Unter einem gewissen "Erfolgszwang" schreiben zu wollen, weiss ich nicht, ob das gelingt. Ich glaube eher, dass jene, denen Erfolg zu Ehren wurde, vorderhand nicht um des Erfolges willen geschrieben haben, sondern, dass dieser ihnen durch den Umstand von glücklichen Zufällen zu Teil wurde. "Schreibkunst" dürfte zu Beginn ziemlich brotlos sein, denn viele, die schreiben - und das auch noch gut - , halten sich mit einem andern Job über Wasser.
Es geht um viel Geld, deshalb geht es da zum Teil wie im Rotlichtbezirk zu, wenn die Zuhälter nicht sogar seriöser sind.......
Dieser Vergleich hinkt, denn die Damen des Rotlichtmilieus tun ihr Geschäft oft nicht einmal freiwillig ...
Zum "leeren Blatt" zurück: Es gibt verschiedene Möglichkeiten sich anregende Ideen zu holen. Das hängt vom Typ Mensch ab, den man verkörpert: Die einen lieben die Einsamkeit, die andern eine brodelnde Menschenmasse. Ob es die Seefahrerabenteuer sind oder die eines 5-Stern-Kochs ... Ein Schauspieler, der sich in eine Rolle hineindenken, hineinfühlen muss, um möglichst echt zu wirken, wird entsprechende Feldforschung betreiben. Ein Autor ebenso ... Die Initialzündung, die schlussendlich zum Schreiben führt ist so individuell verschieden wie die Menschen ...
Gruss!
yellow button
Stille fördert das Denken. |