a.p.schloeglmeier
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Re:Über die Unbewohnbarkeit des Paradieses - 2008/02/11 17:15
Hallo Smiley,
Natürlich glaubt auch der Schlöglmeier, dass es möglich ist, glücklich zu leben. Allerdings glaube ich nicht, dass des Menschen Hauptaufgabe DARIN besteht, sondern eher in der Bewährung. Der Titel des Buches hat sich ergeben und ist aus der Sicht des „Helden“ auch mehr als verständlich. Er zerstört sich so ziemlich jedes mögliche „Paradies“, sowohl real als auch im Geiste.
So kommt er eben zu dem Schluss: „Das Paradies ist die Hölle. Im Paradies kannst du nicht leben, im Paradies vegetierst du unter der Schönheit des Gebotenen. Der Garten Eden bleibt unbewohnbar.“
Diese Sätze können – nach Meinung des Schlöglmeier – durchaus so stehen, sind aber natürlich aus dem Zusammenhang gerissen. An einer anderen Stelle sagt jemand, der im Buch „Gott“ genannt wird, wahrscheinlich aber einfach eine Stimme im Kopf des Protagonisten ist: „Ich lasse mir mein Paradies nicht vor der Zeit entdecken, nicht in dieser Welt. (…) Niemand hat es vor der Zeit verdient.“
Kann so stehen, muss man nicht befürworten, aber man kann exzellent darüber diskutieren.
Das Paradies? Auf die Dauer langweilig? Ja, vielleicht hast Du recht. Langweilig … oder vielleicht anders … das Paradies scheitert an der Eigenschaft des Menschen, niemals zufrieden zu sein.
Der Herr David Moses Wessely jedenfalls ist – wenn man es höflich ausdrücken mag – ein Schlitzohr. Zwar mit philosophischen Anwandlungen, aber eben trotzdem, und es ist ja vielleicht auch tröstlich, dass es sein materielles „Glück“ nicht vermag, einen beglückten Menschen zu schaffen. Und…, obschon er ja praktisch schon (mehrmals) gescheitert ist, kämpft er weiter um sein Paradies. Und das kann doch wirklich jeder tun...
...meint, mit lieben Grüßen der schlöglmeier
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