c48
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Re:donny-stieven-verlag - 2007/12/10 11:47
Hallo Johannes,
zunächst: Ich habe durchweg gute Erfahrungen mit Verlagen gemacht. Sie unterscheiden sich von den häufig im Internet Beschriebenen - um genau 100%.
Zu meiner grossen Überraschung bekam ich sogar meine Manuskripte zurück geschickt, ohne das Porto beigelegt zu haben. Dies erschien mir (mir selbst gegenüber) als Misstrauenbekundung gegen meine eigene Überzeugung.
Ich bekam in jedem Falle der Ablehnung mangels geeigneter Programmplätze eine persönliche Einschätzung meines Manuskriptes und den Rat, mich weiter um einen geeigneten Verlag zu bemühen.
In manchen Manuskripten und Leseproben, fand ich sogar kurze Anmerkungen. Ein Zeichen, es ist in jedem Falle tatsächlich gelesen worden.
Insofern war jede Ablehnung eine reine Freude.
Allerdings:
Ich habe wochenlang im Internet recherchiert
- welche Verlage kommen in Frage - wie wollen sie das Manuskript zugesendet haben - welche Fragen stellen sie - wie viele Hausautoren schreiben dort bereits - wie viele Neuerscheinungen kommen jährlich auf den Markt - wie stellen sie sich in ihrer Homepage dar usw
Dann nahm ich die Buchmesse in FFM als Gelegenheit, mir ein Bild zu machen. Ich sah sowohl prachtvolle Messestände mit kühlen Repräsentanten und welche, die weniger prachtvoll dafür aber wärmer waren usw.
Ich sammelte auch dort Informationsmaterial, suchte Gesprächsmöglichkeiten ( ohne mich als potentieller Autor anzuempfehlen) und nahm ein wenig "Stallgeruch" auf.
Heraus kam eine Liste mit 62 Verlagen. Davon habe ich im ersten Schritt die Hälfte "bedient".
Natürlich habe ich auf professionelle Handhabung der Einsendung geachtet, eine eigene Marketingstrategie ist wichtig. (Wie ist es verpackt, wie sieht Vita und Expose aus usw)
Die zweite Hälfte brauchte ich nicht mehr, bis dahin hatte ich bereits 3 Angebote, davon habe ich das gewählt, was meinen Vorstellungen bezüglich der Zusammenarbeit und des Datums der Veröffentlichung am nächsten steht.
Und nun:
Ich glaube daran, jeder muss für sich selbst sprechen und seine Arbeit und die damit verbundene Überzeugung dorthin tragen, wo er ankommen kann.
Ein Buch zu veröffentlichen ist meiner Ansicht nach nicht mit dem Schreiben beendet, sondern beginnt dort erst. Es gehört eigene Energie dazu.
Die Suche nach einem geeigneten Verlag ist auch eine Auseinandersetzung mit der eigenen Leistung. Immer wieder und immer fort.
Diese Zeit möchte ich nicht missen.
Ich habe jetzt meinen Produktionsplan, meine ISBN Nummer, mein Titel ist bestätigt und in der VLB gelistet.
Ich schreibe am nächsten Manuskript.
Johannes, bitte verstehe, ich möchte und kann keinen Verlag empfehlen, zumal ich nicht mal das Genre kenne, in dem Du schreibst. Diesbezüglich hat mich Deine Frage gewundert.
Es ist nicht einfach, nicht leicht und vielleicht auch nicht besonders fair, sich eine Chance suchen zu müssen. Heutzutage möglicherweise sogar von allem ein bisschen mehr als noch vor 20 Jahren.
Aber es tut gut, dann anzukommen.
Ich wünsche Dir von Herzen Deinen Erfolg
herzlich
c48
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