c48
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Re:Themenfindung - 2007/11/28 11:26
RichardNorden geschrieben: Hallo c48,
Wenn man davon ausgeht, dass man keinen allzu ungewöhnlichen Literaturgeschmack hat, kann man auch davon ausgehen, dass der eigene Text auch vielen Lesern mit einem ähnlichen Literaturgeschmack gefallen dürfte. Und mehr kann wohl keiner erwarten. 
Gruß Richard
Das scheint die Krux zu sein. Ich habe einen ungemein hohen Anspruch an Sprache. Die Deutsche liebe ich besonders; (die beherrsche ich auch besser als jede andere). Ich habe immer nach Literatur gesucht, nie nur nach Büchern. Eine sogenannte Leseratte bin ich nicht. Wäre ich ein Mann, könnte ich das Lesen mit dem Rauchen einer besonderen Zigarre vergleichen.
Ausfeilen? Das ist ein Thema. Etwas mehr als ein Jahr habe ich ausschliesslich geschrieben. Sogar beim Spazieren, Baden, Sport treiben, immer waren die Figuren in mir, redeten mit mir, machten mir Freude und ärgerten mich. Ich habe etwa zwei Monate an der Grundfassung meiner Geschichte, danach etwa sechs Monate an dem Roman gearbeitet. Ich kann nicht sagen, wie viele Male ich gelesen und geändert habe. Worte in Zusammenhänge bringen. Reihenfolgen einhalten. Übergänge blausible gestalten. Denkfehler in der Handlung finden. Ein geändertes Wort zieht weitere notwenige Änderungen nach sich. usw
Dann habe ich lesen lassen und bin den Bemerkungen meiner Probeleser gefolgt. Das hat etwa zwei Monate gefüllt.
Irgendwann wusste ich: Jetzt ist es fertig.
Seitdem habe ich es nicht wieder angefasst. (Ausser zum Verpacken und Versenden.)
Ich fühle mich wohl damit.
Genau das meinst Du wohl. Der Autor muss sich gut fühlen. Schreiben erzeugt Wohlbehagen. Ich glaube, es ist eine liebenswerte, angenehme Form des Egoismus, solange niemanden vorgeworfen wird, er verstehe nicht, was ein anderer schreibt. Verstehen ist keine Pflicht.
Mein Genre? Gegenwartsliteratur.
herzlich
c48
Beitrag bearbeitet von: c48, um: 2007/11/28 11:30
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