c48
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Re:Themenfindung - 2007/11/28 10:17
Guten Tag allen, Guten Tag RN,
keine Frage, kein Zweifel: Ohne Spass ( eher wohl Freude!!, wer lacht schon pausenlos??), würde ich keine Zeile zu Papier bringen. Du hast Recht, es ist der erste Schritt zum leeren Blatt und behält wahrscheinlich jeden Autor bis zum letzten Wort beim Stoff.
Ich las Deinen Beitrag ( schon den vorigen) und überlegte: 'Und was, wenn jemand ohne Spass und Freude schreibt? Dann ist es seine Entscheidung, vielleicht sein täglich Brot. Und dann? Ist er nun jemand, der keinen Respekt verdient? Jeder, wie er kann und will.'
Ich glaube, auch schreiben braucht Hingabe und Demut. Letzteres vor allem gegenüber anderen Werken. Mag sein, ich verstehe Deine Worte anders als gemeint, habe jedoch den Eindruck, Du willst herausfordern (Wozu?) und jemand (Wen?) zur Rechtfertigung bringen.
Wir schreiben alle. Wozu also Steine (werfen)?
Du hast bereits veröffentlicht. Andere noch nicht. Manche werden es vielleicht niemals so weit bringen.
Was unterscheidet uns?
Andere sind, was Du einst gewesen bist: Autoren, die nach einem Verlag suchen.
Und sie werden, was Du jetzt bist: Autoren, die veröffentlicht haben.
Und nun?
Jeder geht seinen Weg in eigener Konsequenz.
Es kommt wohl aufs Genre an. Gegenwartsliteratur erwartet ihre Behandlung, Kriminalromane eine andere und Fiktion noch mal eine eigene. Dazwischen liegen bunte Facetten vielfältiger Möglichkeiten.
Da jeder Stoff, jede Geschichte, die aus einem Menschen gerissen oder aus ihm geflossen ist, kann sie nicht anders sein - als sie ist........sehr intim, subjektiv und persönlich, geschaffen in eigener Handwerklichkeit.
Geschriebenes wird zum eigenen Kind und mit jeder Zeile verabschiedet man sich gleichsam von ihm. Das Behüten, Verteidigen, nach eigenem Gusto vervollkommnen, scheint ganz selbstverständlich.
Die Hinweise mit den Anglizismen verstehe ich, finde sie gut. Manchmal schreibe ich nicht sofort. Das Forum ist wie eine Zusatzzeit, die möchte ich haben und mir nicht nehmen müssen. Es ist nicht die Wiederholung, die mich zu diesen Zeilen bringt. 
Ich habe erst gestern unsere Genres verglichen. Du hast Recht! Meine Sprache wäre für Deine Themen verfremdend und lächerlich. Was Du kannst, geht mir völlig ab. Das bringe ich nicht zustande, ich würde schon an der ersten Zeile scheitern. Respekt! Du beherrschst es, lebst jede Minute Deines Lebens damit und davon, hast Deine LeserInnen. Wunderbar! Glückwunsch aus vollem Herzen.
Ich würde auch keinen einzigen Krimi schaffen, bin im Dichten nur mässig und ein Sachbuch bekäme ich niemals fertig.
Ich kann aber auch nicht Klöppeln und überlebe es.
Wir alle können, oder meinen zu können, was wir tun. Meine Nachbarin hat den grünen Daumen. Der Vergleich unserer Vorgärten hat mich nie zur Verzweiflung gebracht. Ich bin nicht einmal neidisch. Ich schaue mir ihre Kreationen an und erfreue mich.
Sie schüttelt beim Anblick meines Gartens regelmässig den Kopf und seufzt hörbar.
Manchmal frage ich mich, warum sie sich damit die Laune verdirbt. DER Unterschied macht ihre Kunstfertigkeit doch noch viel auffälliger.
Ich habe preisgekrönte Bücher angelesen. Sie stehen hier herum. Und ich las im Internet auf privaten Blogs Texte, die mich fesselten.
Wir unterliegen im Schaffen und Konsumieren ( gleich welcher Art) dem eigenen Geschmack.
Ich finde das richtig gut.
herzlich
c48
Beitrag bearbeitet von: c48, um: 2007/11/28 11:04
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