c48
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 Gerneschreiber
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Re:Themenfindung - 2007/11/27 12:58
Wiederholung, nach Benachrichtigung über versehentliche Löschung.
Stilistisch habe ich keinen Rat gesucht, ich will meiner Art zu erzählen unbedingt folgen.
Schön, dass da jemand ist, der wie ich denkt, sich diesbezüglich durchsetzen möchte, weil er daran glaubt, sich darin wohl fühlt und damit hundertprozentig identifiziert!
Ich glaube, einen anderen Weg gibt es nicht, es sei denn, jemand schreibt für jemand als Auftragnehmer. Auch in diesen Fällen müssten sich die stilistischen Ebenen wahrscheinlich grundsätzlich ähneln.
Bisher habe ich mich konsequent nach meinen Vorstellungen gerichtet und nicht nach rechts und links geschaut. Ich wollte mich ausprobieren, habe das Risiko in eben dieser Konsequenz getragen.
Nachdem ich -Ende- unter mein erstes Manuskript geschrieben und es überzeugt annehmen konnte, habe ich begonnen, mich in der "Welt der SchreiberInnen" umzuschauen. Ich bin über meine Reihenfolge froh. So habe ich mir erspart, Energie für Begründungs- und Rechtfertigungsgedanken aufbringen zu müssen.
Seit einigen Wochen lese ich auf unterschiedlichen Seiten mit (in manchen Foren ist es lebhafter als hier) und staune. Zwischen reinem Pessimismus und träumerischen Visionen öffnet sich ein weites Feld der Möglichkeiten, sich entweder zu verlaufen oder wenigstens mit einem winzigen Zipfelchen zu ankern. Zweifelsohne ist und bleibt das Schreiben ein "einsames Unterfangen", in dem man sich selbst finden oder verlieren kann.
Getragen wird der Einzelne von seinem Glauben an sich. So ist es allerdings überall, der Mensch sollte somit geübt sein. Es gibt keinen Beruf, eine Berufung schon gar nicht, in der die Etablierung ohne diese Grundsteine möglich ist.
Schreiben ist nur weniger "abrechenbar" als das Verkaufen von Butter. UnternehmerInnen zählen abends das Geld in der Kasse, stellen die Einnahmen gegen die Kosten und wägen am Gewinn den Erfolg ab.
Schreiben geht viele Wege, endet nicht in der Annahme des Manuskriptes von einem Verlag, sondern wird danach täglich (und das ein Leben lang) neu bewertet und erhält seinen Wert durch die LeserInnen. Das ist gleichsam eine stille, laute Zeit. Möglicherweise wird es zu einer harten persönlichen Prüfung, persönlicher und härter - als die des Wartens auf einen Verlag.
Es bleibt folglich nichts anderes. Jeder Autor muss sich selbst vertreten und somit seinen eigenen Stil. Es ist seine Wahrheit. Wie die sich in der Wirklichkeit bewährt, werden alle Tage danach immer neu zeigen.
Seien wir also gespannte, mutige SchreiberInnen.
herzlich
c48
Beitrag bearbeitet von: c48, um: 2007/11/27 13:00
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