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Petra Glinka
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Tarifstreit der Lokführer - 2007/07/20 18:07 Lokführer fordern mehr Geld
19. Juli 2007
Ist das unverschämt?
Aber selbstverständlich, denn immerhin wollen sie 31% mehr Lohn, (diese %e beinhalten allerdings schon sämtliche Nachtzuschläge usw.). Daß sich die Führungsköpfe des Bahnvorstandes ihre Gehälter mal eben so um etwas mehr als 260 (zweinhundersechzig!)% erhöht haben, spielt natürlich hierbei keine Rolle. Nun gibt es Leute die sagen, “ich verdiene so wenig und arbeite so viel, deshalb soll es dir nicht anders gehen”. Das ist die richtige Einstellung und freut den deutschen Arbeitgeber - Unrecht muss mit Unrecht ausgeglichen werden. Hoch lebe das Kapital! Ein Lokführer, der für unzählige Leben verantwortlich ist, der in drei Schichten ohne jeglichen Rythmus arbeitet und dafür je nach Alter mit 1900,- bis 2100,- BRUTTO nach Hause geht, ist aber auch zu unverschämt, wenn er mehr Lohn fordert. (Zum Vergleich: eine Briefzustellerin im Beamtenverhältnis in den westlichen deutschen Bundesländern bekommt etwa 2300,- Euro NETTO). Auch grenzt es an Dekadenz, einen eigenen Tarifvertrag für Lokführer zu fordern - er soll gefälligst zufrieden sein, daß seine Interessen mit denen der in der Verwaltung arbeitenden Büroangestellten = 5-Tage-Einschicht-Woche, gleichgestellt werden, sprich: sie, die Lokführer werden nicht wahrgenommen. Und das ist auch gut so. Für die Chefs. Weil kostengünstiger. Die nächste Gehaltserhöhung für den Vorstand darf ja nun mal nicht flöten gehen!
Eines wundert mich aber noch, keiner regt sich auf, daß ein Fußballer in drei Spielzeiten oder weniger, mehr als ein Lebensarbeitsentgeld eines Ottonormalverdieners bekommt, keiner regt sich über Topmodels auf, die Millionen verdienen, weil sie Schlüpfer vorführen oder anderweitig kreativ sind, keiner regt sich auf über, über,über…., aber alle bezahlen es mit!
In diesem Sinne: allzeit gute Fahrt und vielleicht ein wenig weniger Frust, wenn der Zug mal später kommt.
(c) by Petra Glinka
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Tarifstreit der Lokführer
peti 2007/07/20 18:07
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