HeikoW
Benutzer
 Gerneschreiber
| Beiträge: 17 |   | Karma: 5
|
Re:Spinnerkind / 2. Runde - 2008/02/21 13:20
Hallo, A.P. Vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich freue mich, dass dir Jakobs Geschichte gefallen hat.
a.p.schloeglmeier geschrieben: Meine Frage ist jetzt weniger literarisch als mehr in ein Detail gehend: Im Kapitel „Der Schuss - Ausgerenkt – eingerenkt“ geht es – abgesehen vom herrlichen Kanonenschuss – um eine Schulter, welche ein wenig lädiert ist. Du beschreibst das Knacken und Einrenken. Der gute Jakob scheint keine bis wenig Schmerzen zu verspüren. Frage: Kannst Du hier auf persönliche Erfahrung in Bezug auf Luxationen zurückgreifen? Ich habe zumindest die Erfahrung gemacht, dass es höllisch schmerzt. Nein, ich hatte noch nicht das "Vergnügen" einer Luxation. So unliterarisch ist deine Frage aber gar nicht: Mit der Tatsache, dass Jakob diese Tortur reglos über sich ergehen lässt, habe ich seine Situation zu der Zeit schlicht bis zum Äußersten überspitzt dargestellt. Für seine Eltern scheint er eben nur ein Gegenstand zu sein; ein Mittel zum Zweck; etwas, das man benutzen kann, um seine Ziele zu erreichen. Und Gegenstände "fühlen" nichts. Das kann Jakob erst am Ende des Buchs überwinden (wobei ich hier natürlich darum bitte, darüber nicht zu viel zu erzählen. )
Im Gegensatz zu vielen Lesern hier im Forum sehe ich die „zerrüttete“ Familie McGhee jetzt nicht wirklich dramatisch… …tut der spannenden und wundersamen Jugend des Jakob wenig Abbruch… …bereichert eigentlich…
…kann man das so sehen? Natürlich. Es hätte kaum gelohnt, über Jakob zu berichten, wenn er eine ganz normale Familie gehabt hättte und alles in Ordnung gewesen wäre, oder?
Viele Grüße, Heiko
|