miklos_muhi
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Fliehe oder Kämpfe - 2007/05/07 16:12
Es gibt viele Dinge, die ganz ungefählich sind. So ist zum Beispiel elektrischer Strom (die allbekannte Ausgabe aus der Steckdose), so sind rasante Fahrradfahrten bergab mit handelsüblichen, billigen Fahhrräder, genau wie mit allen immer ehrlich zu sein. Diese Dinge sind keine Mutproben, die sind ganz normale Bestandteile des Alltags.
“In zwei Wochen gibt es eine Party. Kommst Du mit?”
Die Welt verdunkelt sich, Wut und Aggressivität übernehmen das Regie: “Fliehe oder Kämpfe!” lautet das uralte Befehl, dem sich niemand entziehen kann. Die Schränke der Zivilisation können diesem Hämmern im Kopf so gut, wie gar nichts entgegensetzen.
“Das ist ein wohl Witz, nicht wahr?” “Wieso Witz? Da werden alle da sein, es wird toll ...”
Gleich wird hier etwas viel zu toll ... Ein Erstschlag wird überlegt mit möglichen Konsequenzen: Körperverletzung mit entsprechenden juristischen Folgen und mit erdrückender Beweislage, also weg damit.
„Nein.“
Unverständnis und Unsicherheit weht mir entgegen und ein Teil des Fliehe-Oder-Kämpfe-Gefühls weg. Von Sicherheit kann man noch nicht einmal reden, von einem kleinen Vorteil vielleicht in Form eines Zugszwangs der anderen Seite, dem unverzüglich nachgegeben wird. Die Argumente wiederhallen aus der längst vergangene Zeiten der Evolution, aus einer Herde dümmlicher Kreaturen, die mehr angst haben davor allein zu sein als zu sterben.
Scheingewinne winken zu in Form von noch mehr perfide Bekannten und Drogen – alles Teil der sogennanten „menschlichen Kultur“ und übersetzt sich für mich als „ ... wirf doch dein Gehirn weg, wir alle haben es schon gemacht und wir sind so was von glücklich ...“. Es musse sein, höre ich, denn alle kämen.
„Es muss also sein ... Dann zwinge mich doch!“
Das ist nur theoretisch eine Option angesichts der differenz in Körpergrößen und Kampfsportausbildung. Juristisch ist alles in Butter: Notwehr gegen Freiheitsberaubung – Adrenalin wird ausgeschüttelt, die Muskel spannen sich zum Gegenangriff.
Die aussichtslose Lage bringt auf der anderen Seite die Trännendrüsen auf Hochtouren, die Wahl zwischen Fliehen oder Kämpfen geht in einem genüsslichn Lachen auf. Übung macht den Meister, wieder ist es gelungen, der Gefahr vollständiger Vertrottelung und eines Untergangs in diesen verlogenen, hinterhältigen und ekligen Sumpf namens „menschliche Gesellschaft“ zu entgehen.
Inzwischen sollte es doch jedem Klar sein, dass es auch schlimmer kommen konnte. Man soll ja sich und anderen nicht unnötig in Gefahr bringen. Hass und Ekel stauen sich langsam aber sicher auf – tausende Bitten, in Ruhe gelassen zu werden, sind schon wirkungslos verpufft. Einmal macht es „ka-bumm“ und dann wird es richtig gefährlich.
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