Heike Rau
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Re:Nebenan - 2007/09/06 09:48
Hallo Mary,
ich habe das Buch auch gelesen, ist aber schon lange her. Hier mal ein Ausschnitt aus meiner Rezension:
Auf ganz außergewöhnliche Weise wird in dieser lebhaften Geschichte Realistisches mit Phantastischen verbunden. Das Buch lebt von seinen Mitspielern, den Studenten, den Heinzelmännchen, den „Dunklen“ und vielen Überraschungsgästen wie der Hexe aus Hänsel und Gretel, Rübezahl, der bösen Fee aus Dornröschen oder der Schneekönigin. Dass hier die absonderlichsten Situationen entstehen, verwundert nicht. Der Autor beweist Einfallsreichtum. Er spart nicht mit Wortwitz und Komik, lässt seiner Phantasie freien Lauf, tobt sich regelrecht in seiner Fantasywelt aus. Aufgrund der vielen Figuren und Handlungsstränge kann es vorkommen, das man auch mal den Faden verliert. Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Es gibt viel zu lachen. Alle Figuren sind gut ausgearbeitet und haben Charakter. Der Autor legt Wert auf Details. So erfährt der Leser beispielsweise sogar, wie Heinzelmännchen für einen Werwolf riechen: nach einer Mischung aus Bartwichse, Mottenkugeln und Motorenöl. Das Buch liest sich wunderbar. Der locker leichte Stil des Autors überzeugt. Fast möchte man sich Passagen anstreichen, um sich immer wieder daran erfreuen zu können. Auch eine Liebesgeschichte fehlt nicht, verliebt sich der Student Till doch in die zierlichen, zauberhaften Baumnixe Neriella, auf die eigentlich der Heinzelmann Wallerich ein Auge geworfen hat. Der Spannungsbogen stimmt. Zum Ende hin wird der Kampf zwischen Gut und Böse immer dramatischer. Auskennen muss man sich in der Welt der Rollenspielabenteuer nicht, nicht mal in der Welt der Fantasy. Dieses Buch kann jeder lesen, der bereit ist, sich auf einen ordentlichen Spaß einzulassen.
Viele Grüße, Heike
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